Germany Tour #München

 In München besuchte ich Daisy, die ich schon mal vor gut 2 Jahren zum Oktoberfest wieder gesehen habe. Nachdem sie mich vom Bahnhof abholte und mir anbot meinen schweren Rucksack zu tragen musste ich schon etwas schmunzeln, als sie nach 15 Minuten auch nahe dem körperlichen Kollaps war. Es ist ja ein Phenomen wie so ein Rucksack von Mal zu Mal immer schwerer werden kann. Vielleicht lag das aber auch ganz einfach an all den schönen neu gekauften Dingen 🙂

Nach einem Bier im irischen Pub gings nach Hause wo wir am nächsten Tag bis in die Mittagsstunden ausschliefen und uns dann zurück in die Stadt aufmachten. Nach einem Spaziergang mit Daisy’s Dogsitter Hund, zeigte mir Daisy das Katzenkaffee, wo tatsächlich überall Katzen rumschwirren und neben einem feinen Kaffe auch gerne eine schnurrende Katze auf dem Schoss geniessen kann. 

Auch den verrücktesten Eismacher besuchten wir, wo man zu jeder gekauften Eiskugel ein Löffel einer weiteren Sorte probieren kann. Für mich gab es Augustiner Bier, welches doch tatsächlich genaue wie das am Abend zuvor getrunkene Getränk schmeckte. 

Am Samstag dann zurück in die regnerische Schweiz, wo mich in Luzern der Sturm des Jahres erwartete…

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Germany Tour #Berlin #Day 2

Nach einer heissen Nacht, und dabei meine ich die Temperatur in unserem 8er Zimmer, habe ich mich früh morgens schon aus dem Bett geschleift. Nachdem ich wieder auf Adam aus Montreal traf, den ich schon an meinem ersten Tag in Berlin kennenlernte, machten wir uns Richtung Frühstück entlang der hippen Warschauerstrasse. Hier bekommt man alles was das healthy heart begehrt! Vegan und Bio werden hier ganz gross geschrieben.
Zurück im Hostel, ging es für Adam weiter auf zu diversen Wohnungsbesichtigungen und ich stieg in die Tram zum Mauerpark. Da ist Sonntag jeweils ein Flohmarkt und um 3Uhr Karaoke im Amphitheater. Ganz schön überrascht war ich, als ich da auf tausende Leute stiess. Ein bisschen wie zurück in den 60er Jahren habe ih mich gefühlt. Live Musik an jeder Ecke, die schrägsten Personen, die meisten auf irgendwelchen Drogen und der Rest definitiv kurz vor einem Sonnenstich.
Ganz schön cool war das da! Adam stiess dann auch noch dazu und leistete mir Gesellschaft beim Karokeevent, wo sich ganz viele Leute aus unglaublich vielen verschiedenen Ländern meldete und ihre gute oder auch miserable Stimme ohne Hemmungen präsentierten.

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Den Abend habe ich im Hostel mit waschen und skypen verbracht. Um 23:30Uhr packte uns aber dann noch der Hunger und mit gaaanz viel anderen Leuten gesellten wir uns noch ein bisschen ins Berliner Sonntagabend/nacht Leben.

Germany Tour #Berlin #Day1

Am Samstagmorgen haben Sophie und ich uns ein ausgiebiges Katerfrühstücksbuffet gegönnt und ich machte mich mittags auf den Weg in die Landeshauptstadt. Die Temperaturen stiegen und im Zug nach Hamburg musste mein Wagen gesperrt werden, da die Lüftung ausgestiegen war und wir alle fast umkippten.
In Berlin angekommen führte mich der Weg ins Hostel Industriepalast, welches gleich in der Warschauer Strasse liegt. Somit perfekt Ausgangslage für Bars, Party und das crazy Berliner Leben.
Nach einer Dusche machte ich mich zu Fuss (grosser Fehler im riesigen Berlin) in Richtung East Side Gallery.
Die East Side Gallery gilt als Memorial für die Freiheit. Fast 1.5km der Mauer wurden hier von verschiedenen Künstlern bemalt im Jahre 1990.
Das bekannteste “Bild” ist der Bruderkuss.
Mich führte der Weg zum Alexanderplatz bis zum Hackerschen Markt. Wo ich dann nach 2h spazieren in der Sonne ankam;)

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Abends traf ich mich mit Andreas, um das Fussballspiel bei ein paar Berliner Bier zu schauen. Ebenfalls eine Kandabekannschaft, der zur Zeit in Berlin studiert.

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Germany Tour #Bremen

Nachdem ich nun einige Versuche gestartet habe einen weiteren Blogeintrag zu machen, jedoch jedesmal von meiner schlechten Verbindung enttäuscht wurde, habe ich mir meine Nerven fûr einen gemütlichen Moment wie diesen jetzt gespart.
Nun also back to last week!
Am meinem letzten Tag in Dortmund, habe ich noch Franziska getroffen, die ich dazumals in Victoria, auf Vancouver Island kennenlernte.
Ein bisschen Kanadaerinnerungen und ein paar Hugos später, stiess dann auch Nadja zu uns, die am selben morgen noch eine Klausur schreiben musste.

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Die beiden brachten mich dann auf den Zug nach Bremen, wo mich schon Sophie freudig erwartet. Diese überraschte mich dann mit Aline (ich erwarte am Ende meiner Reise, dass ihr alle Namen kennt😜) die ebenfalls Au Pair war und zur Zeit in Bremen arbeitete. Für alle die meinen Amerikablog gelesen haben, Aline war meine Zumba und Starbucks Partnerin und wohnte in Mt. Airy, MD.
Nach dem es schon spät wurde und sich die Reisemüdigkeit bei mir bemerkbar machte, fuhren wir dann zu Sophies Schwester, wo Sophie vorübergehend wohnt.

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Der Freitag begann für uns früh, da Sophie eine Klausur schreiben musste und ich sie dabei begleite. Während sie ihre Prüfung shrieb, habe ich das Uni WLAN genutzt und mich mit der Schweiz ausgetauscht.
Den restlichen Tag verbrachten wir mit Sightseeing in Bremen und natürlich am Abend bei der grossen Fussballparty mit Ausgehen danach.

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Germany Tour #Day 6

Da Nadja heute lernen musste, machte ich mich alleine auf Stadterkundung. Mir wurde ja gesagt, dass Dortmund eine der heruntergekommendsten Städte Deutschlands ist und ich muss zugeben, dass es jetzt wirklich nicht die schönste Stadt ist. Aber irgendwie interessant.
Ich habe mich 2h im Kulturzentrum “Dortmunder U” bei verschiedenen Ausstellungen verweilt und mich dann durch die berühmte Einkaufsmeile geshoppt.
Am Abend kam dann Sarah und wir sind zu 3 ins Vapiano und haben unsere Reunion genossen.

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Germany Tour #Day 5

Am Dienstag machte ich mich vom Kölner Hauptbahnhof auf nach Siegen, wo ich auf Deborah traf. Da sie (wie alle meine deutschen Mädels) noch mitten im Semester steckt, nahm sie mich mit ins Seminar. Davor gingen wir aber in die Mensa der Uni Siegen wo wir doch echt für nur EUR 2.20 ein ganzes Menu, inkl Dessert erhielten!
Um 19 Uhr nahm ich den Zug nach Dortmund. Dabei wurde ich zum Glück von der Schweiz aus per Sms über das WM Spiel auf dem Laufenden gehalten.
In Dortmund wurde ich von Nadja schon freudig empfangen.
Sie wohnt in einem Einzimmerapartment mitten in der Stadt.

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Das deutsche Gesundheitssystem

Hier noch einen kleinen Eintrag zum deutschen Gesundheitssystem. Die health policy section soll hier ja nicht untergehen zwischen all den Kölsch und Frankfurter Apfelweine.
Wie in jedem Land das ich besuche, kommt bei mir irgendwann die Frage auf: “wie funktioniert den eigentlich euer Gesundheitssystem und bist du damit zufrieden?”
Hier in Deutschland ist es so, dass die Krankenkassenbeiträge prozentual vom Lohn abgezogen werden. Da gibt es keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Bundesländer und auch der (vergangene) Gesundheitszustand hat keinen Einfluss auf den Abzugsanteil. Die Hälfte des Beitrags wird jeweils vom Arbeitgeber übernommen. Studenten zahlen die Hälfte des obligatorischen Beitrages. Danach ist es eigentlich ganz einfach: du kannst zu jedem Arzt den du willst. Gehst du zuerst zu deinem Hausarzt, hast du meistens Vorrang für einen Termin beim Spezialisten, kannst da aber auch ohne Überweisung hin.
Ebenfalls inbegriffen ist der Frauenarzt und der Zahnarzt so lange es sich um “normale” und notwendige Behandlungen handelt. Wer zum Beispiel eine Krone braucht zahlt selber. Beim Zahnarzt gibts dann so eine Karte wo die jeweils eintragen, wann du was gemacht hast und somit bekommst du zum Beispiel immer nach 10 Behandlungen eine gratis Spezialreinigung. Somit sieht die Krankenkasse auch ob du regelmässig beim Zahnarzt warst, so dass sie bei einem spontanen schlimmereren Fall auch die Kosten übernehmen.
Brauchst du Medikamente vom Arzt, bezahlst du die selber, aber am Schluss kannst du die alle von den Steuern absetzen.
Wer sich Privat versichert zahlt pro Monat natürlich mehr, wird dann aber in ein Einzelzimmer gesteckt im Spital, jeweils nur vom Chefarzt behandelt und kommt immer zuerst dran. Eine krasse Zweitklassengesellschaft wenn du mich fragst…
Jetzt meine Frage: “gehen dann die Leute nicht ständig zum Arzt, wenn ja alles bezahlt wird?”
Natürlich, meint Genija, aber das Ziel des Staates sei, dass die Leute so wenig wie möglich bei der Arbeit fehlen…
Anderes Land, andere Sitten!