Im letzten Blog habe ich vergessen zu erwähnen, dass ich dann die Auserwählte war für den Standby Platz im früheren Flugzeug. Wir sind dann mit etwas Unwohlsein in den kleinen farbigen Flieger gestiegen und da es ziemlich windig war über Koh Samui, haben sicher ein paar gedacht, das letzte Stündchen hätte nun geschlagen.

Aber so wars dann nicht und wir sind alle heil und glücklich auf der grünen Insel angekommen, wo mich mein Fahrer des Absolute Sanctuary Resorts bereits erwartet hat. Wie auch die Resort Managerin, die mir gleich beim Check in die ganze Hotel Tour gab und mich auf den Yoga Kurs hinwies, der in 5 Minuten starten wird. Habe ich mir nicht entgehen lassen und mir gleich 90 Minuten Yoga reingezogen. Habe mich bis jetzt ja nur mässig bewegt und deshalb kamen die folgenden Tage ganz gelegen. Das Absolute Sanctuary ist ein richtiges Retreat Hotel, welches vor allem Yoga und Detox Programme anbietet, aber auch Burnout Prävention etc. Im Restaurant gibts eigentlich ausschliesslich gesundes. Und meistens sitzt man da alleine, denn die Detox Leute dürfen ja eh nichts richtiges zu sich nehmen (wie ich später auch merken sollte).

Am nächsten Tag hiess es früh aufstehen, denn eine Tai Chi Lektion um 7 Uhr war angesagt. Draussen bei Sonnenaufgang hat sie uns dann in die Kunst der Kampfkunst eingeführt, die mit ganz langsamen Bewegungen ausgeführt wird.


Nach dem ausgiebigen Frühstück hatte ich dann bereits das nächste Meeting und anschliessend meine Pilates Reformer Class. Den Rest des Tages habe ich entspannt und musste sogar für 5 Minuten vom Regen flüchten.
Am nächsten Tag dann ab ins Samahita Retreat Resort. Da standen 3 Tage Hardcore Detox auf dem Programm. Ich hatte ja keine Ahnung auf was ich mich da einliess, da ich sowas in meinem Leben noch nicht annähernd gemacht habe. Da ich relativ früh im Hotel war, habe ich gleich mit dem Detox Frühstück angefangen. Was mit einer Papaya ja noch ziemlich angenehm ausfiel.

Lustig, dass ich am Tag zuvor noch im anderen Hotel beim Frühstück darum gebeten habe die Papaya wegzulassen, weil ich die von der Früchteplatte am wenigsten mochte. Und die Papaya dann zu meinem absoluten Favorit werden sollte während der Detox Kur.
Mein Tagesplan sah wie folgt aus:

Um halb 7 klingelte der Wecker und ich musste meine ganzen Supplements einschmeissen, meine Nase mit Salzwasser spühlen und andere unangenehme Sache machen, worüber ich hier aber nicht detailliert berichten möchte 🙂

Dann gings um halb 8 ab an den Strand wo wir zuerst Atemtechnik übten und danach noch 1h Yoga dranhängten. Dann das verdiente Frühstück (Papaya und ein Getränk das wie Apfelessig schmeckte). Dann ins Zimmer und duschen und in Badesachen schmeissen. Je nach Programm, konnte ich mich dann ein bisschen an den Pool legen. Aber bald hiess es schon wieder Mittagessen. Zuerst Kräuter Pillen einwerfen, die hauptsächlich dazu da waren die Verdauung anzuregen, weil wir ja in unserem Essen keine Gewürze hatten. Dann gabs 15 Minuten später Essen. Dies bestand bei mir aus einem Cleansing Salad was eigentlich nichts anderes war als Algenblätter. Aber ohne Sauce oder Öl/Essig. Aber das schmeckte nach dem 2ten Tag ohne richtiges Essen echt gut. Nach einer weitern halben Stunde dann mein verhasster Shake.

So etwas ekliges. Am Nachmittag durfte ich mich dann entweder bei einer Massage verwöhnen lassen oder in der Infrarot Sauna schwitzen. Um 16 Uhr dann Snack Time. Für mich gabs Kokosnussmilch (aber auf keinen Fall durfte ich das Fleisch essen), einen Algenshot und ein Detox Juice. Was glaube ich Randen war.

Um 17Uh dann wieder Yoga (in diesem wunderschönen Häschen direkt am Meer) und danach relaxen bis um 19 Uhr wann uns das Nachtessen seriviert wurde.

Ihr seht, ich war eigentlich die ganze Zeit nur am Essen. Zum zNacht gabs Kräuter Pillen, Suppe, Algensaft und eckligen Shake.

Als Abendprogramm gabs entweder Meditation oder wie gestern ein kleines Konzert zum mitsingen. Meistens haben wir uns aber um 20 Uhr in unsere Zimmer verabschiedet. Erstens kann man da eh nicht viel anderes machen und zweitens waren wir immer so müde, denn wirklich Energie durchs Essen bekamen wir ja nicht. Ich vergesse unseren Gesichtsausdruck nie mehr, wo verkündet wurde, dass das Konzert bis halb 9 gehen würde.
Im Hotel waren aber natürlich nicht nur Detox Gäste, sondern auch eine Yoga Gruppe und Leute die einfach nur zum relaxen ins Samahita kommen. Die Stimmung ist super. Man kennt sich schnell und es hat viele interessante Persönlichkeiten da. Auch das Personal sind zum einen Thai, aber auch viele die es nach Koh Samui verschlagen hat und nichts mehr von da wegbringt. Mit mir haben noch 4 weitere Mädels das Detox Programm gemacht. Aber alle ein bisschen andere Programme.

So haben am morgen immer alle meine Papaya angestarrt, während sie den ganzen Tag nur flüssiges zu sich nahmen. Und als Tulli heute morgen braunen Reis bekam, hat sicher jede von uns mind eimal beim Personal gefragt, wieso sie denn jetzt Reis bekommt und wir nicht. Allgemein war das Thema der letzten 3 Tage ESSEN. Nicht nur das Essen was wir zu uns nahmen, aber auch Sachen die wir gerne hätten oder als erstes essen werden, wenn wir damit durch sind. Es ist erstaunlich, wie schnell der Körper sich an die neue Ernährung gewöhnt, aber auch wie schnell er gewisse Sachen vermisst. So habe ich vor allem Brot und fettiges Essen vermisst. Wobei man sich dann Gedanken machen muss, ob man das in seiner Ernährung vielleicht in zu grossen Mengen zu sich nimmt. Die letzten 3 Tage waren sehr entspannend, weil es nicht viel zu tun gab und zusammen mit Yoga und der Meditation war man für einmal ganz auf den eigenen Körper fixiert, was sich nach der stressigen Zeit zuhause gut angefühlt hat. Heute morgen hatte ich meine letzte Detoxmahlzeit und durfte dann braunen Reis und eine Papaya mit auf den Weg nehmen. Was für ein Highlight.
