Thaitime

Es ist mal an der Zeit ein paar Dinge über die Thais und ihre Kultur zu Blatt, bzw zu Blog zu bringen.

Heute morgen zum Beispiel: Gerade augecheckt aus meinem 4 Sterne Hotel am Naithon Beach. Gerne wollte ich zum Flughafen gebracht werden. Als ich aber nach einem Transfer Shuttle gefragt habe, haben die an der Reception verneint und gemeint, dies gehe nur mit einem Taxi. Na gut, bin ich halt raus und habe den Concierge gebeten mir ein Taxi zu rufen. Dieser wiederum sagte, dass sie keine Taxi hier haben, sondern nur vorne am Strand. Danach habe ich insistiert und gemeint, dass er dann bitte ein Taxi von da anrufen soll. Ich hatte alle meine tausend Sachen dabei und konnte es nicht glauben, dass ein 4 Sterne Hotel nicht in der Lage ist ein Taxi zu organisieren. Aber so ist das hier. Denn die am Strand machen ihr grosses Geschäft mit den Taxi Fahrten. Und als ich dann schlauerweise bei der Reception nachfragte, was denn die 10 Minütige Fahrt zum Flughafen kosten wird (damit die mich da vorne nicht übers Ohr hauen), meinten alle mit einem breiten Lächeln “I dont know. I am sorry”. Klar wissen die es nicht. Sie haben ja bestimmt auch nicht täglich Gäste, die extra wegen Flughafen Nähe bei ihnen übernachten. Aber man will halt dem anderen helfen und diesen nicht bloss stellen. Also bin ich halt mit meinen Sachen zum Strand gelaufen und habe da mit etwas Ärger festgestellt, dass die Taxipreise an der Tafel völliger Wucher sind. Kostete 10 Minuten Taxifahrt doch tatsächlich fast 12.-CHF! Soviel bezahlen wir ja fast in der Schweiz. In Bangkok bin ich für die Hälfte dreimal so lange gefahren. Habe ich den lächelnden Männern dann auch gesagt, die haben nur weiter gelächelt. Denn Englisch kann oder will man hier nicht verstehen. Lustig sind sie ja, die Thais. Haben sie mich dann intensiv über mein Liebesleben ausgequatscht, während ich in der Hitze aufs Taxi gewartet habe. Sie könnten mich sonst auch mit dem Boot bringen. Ja klar.

Am Flughafen dann wurde ich netterweise auf Standby gesetzt für den früheren Flug. Da sollte ich mich 30 Minuten vor Abflug an der Infodesk der Bangkok Airways melden. Wir waren insgesamt ca 8 Leute, die auf einen Platz hofften. Die halbe Stunde war dann auch schon angerissen und langsam wurden wir alle ungeduldig. Mehr als einmal habe ich die Leute mit lauten Seufzer “Thaitime” sagen hören. Es geht halt alles ein bisschen langsamer hier. Ist ja auch nicht tragisch, man ist ja im Urlaub. Und bemüht sind sie auf jeden Fall. Vor allem dann, wenn man sie auch nett behandelt. Nur mit dem Englischen happert es manchmal. Vor allem im Norden von Thailand, also Chiang Mai in meinem Fall war es sehr schwer sich zu verständigen. Echt schade, weil sie haben einem doch ziemlich viel zu erzählen. Ihre Kultur ist spannend und eindrücklich und sie freuen sich sehr, wenn man Interesse zeigt. Nur Themen der Politik und alles Finanzielle sollte man besser nicht anschneiden. Dann wirds recht schnell mal still auf den vorderen Sitzen.

Naithon Beach

Nach einem wirklich sehr erholsamen Tag im Mom Tris Villa Royal in Phuket (siehe letzter Blog), gings dann um 10 Uhr in Richtung Trisara, ca 1h nördlich. Ebenfalls ein Hotel, welches wir mit Leading Collection vetreten, jedoch konnte ich da keine Site Inspection herausholen. Deshalb habe ich mich zum Lunch Meeting verabredet und konnte kurz das wunderschöne Luxushotel begutachten und mir ein paar Zimmer ansehen. Inklusive der President Suite, die Leuten gehört, die man aber mieten kann. Inklusive Butler und House Keeper, die einem tagsüber nicht von der Seite weichen. Zum Mittagessen stiess auch noch eine weitere Dame hinzu, und zwar von einem Hotel, welches mit dem Trisara zusammenarbeitet und Detox Programme anbieten. Schaut euch das “Hotel” mal an. http://www.thanyapura.com. Das ist ein riesen Sporthotel, wo sie unter anderem mit Ärzten zusammenarbeiten und sogar einzelne Nationalteams daher kommen und Tennis, Schwimmer oder Triathlon trainieren. Gerade auch weil die Temperaturen relativ extrem sind. Ich bin dann auch gleich mit ins Thanyapura gefahren und konnte mir auch dort noch alles genau anschauen und wurde ein paar Leuten vorgestellt.

Danach haben sie mir netterweise von da einen Transfer zu meinem kurzfristig gebuchten (am Abend davor) Hotel organisiert. Waren ja auch nur 10 MInuten von da. Der Name des Hotels sagte komischerweise weder den Verantwortlichen der Hotels noch dem Fahrer etwas. Als wir dann im Naithonbur Beach Resort anstatt im Naithon Beach Resort anhielten, dachte ich mir schon, dass mich da allenfalls etwas unschönes erwarten könne. Meinem Fahrer wurde dann der richtige Weg gewiesen und so sind wir langsam der Strasse entlang gefahren und haben nach einem Schild ausschau gehalten. Die Strasse war voll mit Touristenständen und voller Leute. Ein paar hundert Meter weiter haben wir es dann gefunden. Das Schreckloch. Mein Fahrer hat mich etwas komisch angeschaut, als er mir den Koffer entgegenstreckte. Vergeblich hat er nach einer Reception gefragt. Der gutgebaute Russe, der mich “empfing” fragte dann schnell nach meiner Buchung auf dem Handy. Pass oder Dokumente zum Ausfüllen wollte er und gabs nicht. Als er mich dann zu dieser kleinen Holzhütte an der Strasse führte (dabei war ich noch in meinem Businesslook in hohen Schuhen) und mir ein Gestank vermoderter Möbel entgegen kam, als er die Tür öffnete, hats mir schon komplett abgelöscht. Als dann noch der Ventilator ein bisschen warme Luft in diesem stickigen Zimmer herum wirbelte, wusste ich bereits, dass ich da heute nicht bleiben werde. Das beste kam dann, als er sich kurzerhand im Bad einschliessen und da am Klo herumbastelte und dann die Thai Frau anschrie, sie solle Klopapier bringen. Keine Ahnung was er da drin gemacht hat. Will ich auch nicht wissen.

Als ich fragte obs Wifi hat (lächerliche Frage nach diesem Zimmeranblick, aber auf Booking.com stand es war vorhanden), hat er mich nur blöd angeschaut und meinte ” I don’t know. Ask the office”.

Gut, so wars dann also. Schnell was bequemeres angezogen und ab ins Naithonburi Hotel, wo es zum Glück noch ein freies Zimmer gab. Eingecheckt, Gepäck geholt, Schlüssel beim Russen und seiner Russenfrau abgegeben und weg war ich. Nichts hätte mich da drin bleiben lassen. Blöd nur, dass die Buchung nicht stornierbar ist. Jetzt waren es definitv 2 teuer Nächte. Aber was solls. Es wars mir dann wert.

Den Rest des Tages und auch den ganzen gestrigen Tag, habe ich dann am Meer und am Pool verbracht und dazwischen ein bisschen an der Masterarbeit geschrieben und weiterhin meine Tage in Koh Samui organisiert. Das Hotel war bzw ist glaube ich immer mit 99% mit Russen belegt. So habe ich sogar unfreundliche Thai erlebt auf meiner Reise. Dies ist mir aber auch relativ verständlich, wenn ich gesehen habe, wie diese Touristen sich teilweise benommen haben.

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