Und schon stand die nächste Städtereise auf dem Programm. Nachdem ich mit Manuel ein super sonniges Wochenende in Porto verbracht habe und die Wetteraussichten für s’kommende Wochenende in Luzern Hochfrühling anzeigten, waren wir etwas skeptisch für unseren Trip ins mystische Istanbul. Denn da hiess es 3 Tage Regenwetter.
Bereits um 4 Uhr klingelte der Wecker. Unsere Reise führte uns über Zürich direkt nach Istanbul, wo wir um halb 12 ankommen sollten. Sollten, denn natürlich hatten wir Verspätung und bereits bei der Gepäckausgabe fragten wir uns das erste Mal, ob wir es wohl rechtzeitig zur gebuchten Tour um halb 2 schaffen würden.
Nach Immigrationsprozess und kompliziertem Metro-Jeton Getratsche mit dem türkischen Metro-Verantwortlichen gings mit ÖV Richtung Stadtcenter. Die Metro wurde immer voller und die Minuten immer länger. Um 13:30 Uhr waren wir also immer noch im sich nur im gefühlten Schneckentempo bewegenden Tram. An den aufdringlichen Türkischen Männern vorbei und ab ins Hotel wo uns eine genervte Tourguide um 13:45 Uhr mit gestresstem Blick und Handy am Ohr erwarte. Ob wir unser Gepäck noch hochbringen könnten? Nein, der Bus wartet. Also schnell Koffer dagelassen und ab in den Bus, wo wir mit anderen Leuten durch die wilden Strassen Istanbuls fuhren. Die anderen Leute sind dann aber mitten auf der Strasse rausgelassen und zum Pier geschickt worden, wo ihnen glaube ich die Fähre vor der Nase wegfuhr. Allgemein befinden sich immer irgendwelche Menschen auf den dichtbefahrenen Strassen. Scheint weder die Leute im Fahrgestell noch die auf 2 Beinen sonderlich zu interessieren. Denn gelaufen und gefahren wird trotzdem. Dass dies nicht zu Unmengen Unfälle führt wundert mich jetzt noch.
Wir fuhren dann also von der Altstadt über die Galata Brücke in die Neustadt. Da erwartete uns dann eine 2-stündige Privat Walking Tour, wo wir viele interessante Details über die Geschichte und Architektur erfuhren. Auch einen kurzen Besuch in einer Moschee durfte natürlich nicht fehlen. Heutzutage sind über 99% der Bevölkerung in Istanbul Muslime. Das war aber einmal anders. Immer noch stehen jenste Synagogen und Kirchen in der Stadt, die aus Repekt gegenüber anderen Religionen nicht abgerissen werden. Nur noch die Wenigstens sind aber aktiv.
Genervt war die Tourguide eigentlich durchgehend, was uns dann aber irgendwann auch egal war. Beim Kebabstand gab es sogar noch eine Kleinigkeit zu essen und unsere ersten Baklava (Türikische Süssigkeit) durften wir ebenfalls auf der Tour geniessen.
Anschliessend gings zurück Richtung Hotel wobei wir noch Halt bei der blauen Moschee machten, die in unserem Quartier gelegen war. Die Touristen hatten einen Spezialeingang, mussten sich aber natürlich trotzdem entsprechend anziehen und verhalten.
Auch die Hagia Sophie erstrahlte gleich neben der blauen Mosche im Abendlicht. Die ehemalige Kirche wurde zwischenzeitlich als Moschee benutzt, heute ist sie aber ausschliesslich als Museum gedacht.
Fürs Abendessen gings mit dem Tram und Funicular zurück in die hügelige Neustadt, wo wir unseren ersten Meze Teller dieses Wochenende genossen und danach völlig übermüdet im Hotel ins Bett fielen.
Am Samstag hiess es SHOPPING. Da sowieso Regen angesagt war, haben wir uns von morgens bis spät Abends durch Einkaufsstrassen und Shoppingmalls gekämpft und viele schöne Sachen gefunden. Abends dann direkt in die supercoole Bar “The Public” wo wir unseren ersten und wahrscheinlich einzigen Raki “genossen”. Der Kellner meinte ganze erstaunt, ob wir wirklich 2 Rakis wollten. Und als sich die Jungs an der Bar nicht mehr einkriegten vor Lachen haben wir uns dann schon etwas gewundert. Anscheinend ist das nicht so üblich als 2 weibliche Touristen einen türkischen Raki zum Apéro zu trinken. Wir wussten dann auch schnell wieso. Dieses Zeug fährt ein. Aber richtig. Deshalb fiel uns dann die Entscheidung für Burger im gleichen Restaurant nicht schwer:)
Da Sonntag bereits wieder Regen angesagt war, vertrieben wir uns die Zeit auf dem Gewürzmarkt und ein weiteres Mal in den verlockenden Läden.
Nach diesem farbenfrohen Markt wirkte die nasse, graue Stadt noch viel trister. Die Menschen und Tiere geben dieser aber eine ganz spezielle Atmoshpäre.
Montag dann Abflugstag. Aber bis dahin genossen wir noch den grossen Basar, wo wir Chetteli und türkische Süssigkeiten chrömleten. Und danach noch einmal türkischen Tee genossen.






























Istanbul, wie schön! Meine Freundin lebt dort, sie ist Malerin und hat mich vor 2 Jahren zu ihrer Vernissage eingeladen. Ich bin dann auch über diese Brücke spaziert. Auch kam ich dann mitten in die Demonstrationen rund um den Gezi-Park, was ich auch auf meinem Blog festgehalten habe.
LG
Sabine