Heute gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt, bevor wir das ganze Zeug wieder ins Auto packten und ans Meer fuhren. Gebadet, gut gegessen und etwas müde sind wir abends wieder in Riga angekommen, wo wir uns von Anna und Jan verabschiedet haben. Schön wars.
Day: June 23, 2015
Latvia #Līgo
Heute, Sonntag, war ein ganz spezieller Tag. Denn am 21. Juni wird die offizielle Sonnenwende gefeiert. Das Fest findet einerseits am längsten Tag des Jahres statt andererseits zusätzlich von der Nacht am 23. Juni auf den 24. Juni. Diese Tage gelten bei den skandinavischen Ländern generell als Feiertage und die Stadt Riga ist zu dieser Zeit fast komplett ausgestorben und nur von Touristen belegt. Die Letten fahren hinaus aufs Land, besuchen Familien und feiern das traditionelle Fest mit Freunden und Verwandten.
Wir hatten das Glück an eines der offiziellen Jani Feste am 21. Juni eingeladen zu sein. Anna holte uns nach dem Aufstehen am Morgen ab und nahm uns zu sich nachhause wo wir von ihrer Mama mit Pfannkuchen zum Frühstück empfangen wurden. Das Haus ist sehr klein und renovierungsbedürftig. Anna und ihr Bruder erzählten uns wie dazumal die Grosseltern Geld hatten und gerne in ein Haus investieren wollten, jedoch nur dieses Haus zur Verfügung stand. Mit der Mama von Anna konnten wir uns nur mit Händen und Füssen verständigen, da diese weder Englisch noch Deutsch konnte. Anna und Jan (der ebenfalls schon ziemlich gut lettisch spricht) haben sich Mühe gegeben alles zu übersetzen.
Das Auto vollgepackt mit Decken, Trachten, Jacken und Schnur (komme ich später dazu) gings los in Richtung Norden. Wir wurden von Annas Freunde in das Landhaus der Eltern eingeladen. Auf dem Weg dahin besuchten wir das bekannte geschichtsträchtige Schloss.
Nach ein paar Telefonaten mit Christa, die wir besuchten, haben wir kurz vor dem Ziel gestoppt und unsere ersten Blumen für den Kranz gepflückt. Denn Daniela wollte ja unbedingt Margarethen im drin haben. Später sollte ich erfahren, dass Frauen mit weissen Blumen im Kranz als faul gelten, da diese überall zu finden seien. Anyways…
Im Landhaus erwartet uns eine wunderschöne Landschaft und ein einsames Haus, welches ziemlich alt uns sehr einfach ausgestattet war. Das Plumsklo haben wir definitiv nicht vermisst bis heute.
Die Elteren von Christa fahren da jedes Wochenende hin und pflegen den Garten und die 7 Bienenstöcke. Schnell die letzten Blumen gepflückt und zusammen mit den anderen die Kränze gefertigt. Gar nicht so einfach das Ganze. Mit Schnur kann man die Blumen dann aber einfacher befestigen und somit entsteht ein wunderschöner Blumenkranz.
Alle die Jani/s heissen müssen übrigens einen Kranz aus Eichenblätter tragen.
Nach einem feinen Essen mit vielen selbstgemachten Gebäcken und Salaten gings bei strömendem Regen und dick eingepackt los.
Nach einer weitere Stunde Fahrt waren wir endlich da. Am Berg, laut den Letten. Am Hügeli, laut den Schweizern. Das Ziel war natürlich die Spitze des Berges, denn da sollte das Feuer angezündet werden. Doch nicht so schnell. Alle 34 schichten angezogen, Regenponjo und Blumenkranz aufgesetzt, gings los. Den Spitz des Berges war von unten gut zu erkennen. Der Aufstieg kein Problem. Aber da erwartete uns das erste mit wenigen Blumen geschmückte Tor.
Und dann hiess es 7 Mal um den Hügel laufen. 5km rundherum, 7 Ttore die einem erwartete bis man endlich nach über einer Stunde silent walk, ganz für sich alleine, oben ankam.
Latvia #Riga
Am Samstagmorgen hiess es mal wieder in den Flieger steigen und in eine fremde Destination reisen. Dieses Mal nach Riga, Lettland. Dort empfing uns Anna, die aus Riga kommt und zusammen mit Stefanie und mir den Master in Health Sciences abgeschlossen hat diesen Sommer. Am Gate haben wir bereits schon Jan, der Freund von Anna entdeckt, der ebenfalls von Zürich aus nach Riga flog und uns da auch gleich, zusammen mit Anna die uns alle abholte, in die Stadt fuhr.
Während dem Anna und Jan nachhause fuhren und dort ein bisschen Zeit mit der Familie genossen, haben Steffi und ich Riga erkundet. Nach einem kleinen Mittagessen auf dem grossen Markt, wo man neben reichlich Fleisch, Käse und Früchte auch allerlei Ramsch fand, nahmen wir die hübsche Altstadt in den Angriff. Die Stadt und das ganze Land lebt von den Blumen. Da gibt es Blumenläden die haben 24 Stunden geöffnet und in der Bar wird einem ohne zu fragen ein Vase gebracht, sofern man mit einem Sträusschen ankommt. Was bei einigen der Fall war. Auch die Restaurants und Häuser waren geschmückt und verliehen der kleinen, aber sehr sympathisch Altstadt seinen Charme. Die Sonne wechselte sich mit Regen und Wind ab, so dass wir zwischenzeitlich ins Kaffee flohen und später im T-Shirt unseren Drink genossen.
Abends trafen wir Anna und Jan im Roof Top Restaurant in der Neustadt und genossen die Aussicht in der Abendsonne um 22 Uhr (hier wird es erst so um 23 Uhr dunkel und um 3 Uhr bereits wieder hell) während einem herrlichen Abendessen.



































