Helsinki

Wie man es sich von den beiden Christen Damen gewohnt ist, wurde dieser Trip schon einige Monate im Voraus – ja sogar fast ein Jahr vorher- geplant. Man wollte ja die Tage optimal auskosten, den günstigsten Preis herausholen und möglichst zur perfekten Zeit, ohne viele Touristen die Stadt geniessen. Dumm nur, dass wir vergassen die Feiertage für 2016 zu checken und haben somit einen Flug am Donnerstagabend, am Tag der Auffahrt, gebucht. Jänu, den sonnigen Donnerstag zuhause haben wir auf jeden Fall beide noch genossen und haben uns dann halt erst am Abend am fast leeren (weil ja alle einen Tag früher geflogen sind, denk) Flughafen getroffen. Einen Teller Pasta im Treibhaus des glasigen Gebäudes gegessen und ab gings für 3h ins Flugzeug gen Norden.

Da angekommen war es natürlich bereits dunkel, jedoch sind uns auch da schon die russischen Bauten im Stadtzentrum aufgefallen. Müde sind wir im etwas gewöhnungsbedürftig eingerichteten Zimmer (wieso sollten wir während unserer Zeit eine Runde boxen wollen?) nach Mitternacht ins weiche Bett gefallen.

Wer dachte im Urlaub werde ausgeschlafen, sollte nicht mit seiner fast (nur fast) 40 Jahre älteren Mutter verreisen. Um 7 Uhr ist die nämlich spätestens wach und will die Stadt erkunden. Nun denn, wir sind hier ja nicht, um das Hotel von innen zu bestaunen. Also gings los in die Stadt. Zu Fuss, weil alles hier so nah ist und die Überlegung das Tram zu nehmen meistens länger dauert als der Fussweg zu Ort B.

Etwas irritiert waren wir immer noch von den hohen alten aber irgendwie ehrwürdigen Gebäude. Der russische Einfluss ist jedenfalls nicht zu leugnen und auch spätere Nachforschungen diesbezüglich haben das bestätigt. Schweden hat ebenfalls seine Fussabdrücke hinterlassen. Viele Schilder sind neben dem undefinierbaren Finnisch auch auf Schwedisch angeschrieben.

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Den ersten Tag haben wir mit viel Sightseeing, spazieren, staunen, Lachs essen, Kuchen essen und Schiff fahren verbracht. Ein paar Eindrücke dazu hier:

 

Am Samstag haben wir die Läden gestürmt jedoch ohne viel Erfolg. Aber der finnische Designer Marimekko hat es Mami dann doch angetan. Eine Schürze hier, ein Kuchitüechli da, man weiss ja nie wenns alte mal alt ist. Genau. Zudem haben wir das Designer Viertel besucht und da Geschäfte mit teuren und ausgefallenen Kleidern durchprobiert, herzige Kafis bejöht und unsere zukünftige Wohnung zumindest in Gedanken neu eingerichtet.

Sonntags war Muttertag, also Frühstückszeit. Ich habe natürlich im Vorhinein reserviert, denn anscheinend stehen auch die Finnen aufs Brunchen. Ein richtig tolles Resti/Kafi im Design Distrikt wo wir unseren Bauch vollschlagen konnten. Weiter gings mit dem Bus Richtung Norden wo wir auf der Insel Seurassaari das leider noch geschlossene Freilichtmuseum besuchten.

Da am Montag schon wieder Abreisetag war, ich aber unbedingt noch einen Finnischen Haarschnitt verpasst haben wollte, gings ins nahgelegene Hipsterviertel, wo ich mich mit dem griechischen Coiffeur über gratis Sprachkurse und finanziell subventionierte Ausbildungen unterhielt. Gleich wie Dänemark, werden auch hier Studenten monatlich entschädigt bzw. bekommen einen Zustupft zum Leben. Scheint jedenfalls zu funktionieren.

 

 

 

 

 

 

 

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