So langsam aber sicher macht sich der Jetlag etwas breit bei mir. Gestern Abend bin ich nach einer langen Reise über Montréal hier im Le Monastère des Augustines in Québec angekommen. Das Haus bzw. ehemalige Kloster wurde letzten August neu eröffnet und ist seither bei uns auf der Plattform Leading Retreats mit dabei. Damals kamen die 3 Augustiner Schwestern von Frankreich nach Kanada, um hier das erste Spital nördlich von Mexiko aufzubauen. Sie heilten kranke Menschen und lehrten ihr Wissen über Medizin. Auch heute sind noch “Sisters” anzutreffen, was dem Ganzen einen speziellen Touch gibt. Das Durschnittsalter übrigens 84 Jahre, deshalb mussten die Schwestern sich überlegen, was mit dem Kloster und den 14’000 Objekten passiert, wenn sie einmal nicht mehr da sind. Sie haben sich entschieden, das alles dem Volk von Québec zu überlassen, mit der Bedingung, dass der Grundgedanke der Schwestern weitergetragen wird. Ein Hotel und ein Museum ist entstanden und mit dem auch ein soziales Projekt, welches mit den Einnahmen der Hotelgäste finanziert wird. Menschen die kranke Personen betreuen, bekommen hier im Hotel zu günstigen Preisen (wenn nicht gratis), die Möglichkeit sich zu erholen. Das Gleiche gilt neuerdings auch für medizinisches Personal, welches wie auch an anderen Orten auf der Welt, immer öfters an stressbedingten Krankheiten leiden.



Am Flughafen angekommen gab es übrigens keinen Bus, der in die Stadt führt, sondern hier machen Taxis das grosse Geld mit einer Flatrate von 35 Dollar pro Weg. Dieses hat mich dann vor dem Eingang ausgeladen, wo ich ziemlich kaputt bei der Rezeption angekommen bin. Meine Reservierung war nirgends zu finden, was ich am etwas verwirrten Blick der Empfangsdame schnell erkannt habe. Doch ein Zimmer im authentischen Stil liess sich dann doch noch finden und schnell schickte ich noch eine Mail an die Verantwortliche des Hotels, um ihr mitzuteilen, dass ich nun da bin.
Eine etwas erstaunte Nachricht kam dann zurück, da sie anscheinend nicht mit meinem Kommen gerechnet hat. Naja egal, man ist ja spontan und somit haben wir ein Treffen für heute arrangiert.
Um 20 Uhr kanadische Zeit, bzw. 2 Uhr nachts in der Schweiz konnte ich mich dann nicht mehr wachhalten und so schlief ich fast durch bis 5 Uhr. Um 7 stand denn bereits die erste morgendliche Aktivität an.
Nach einem 3-stündigen Meeting wars dann Zeit, um endlich einen Fuss in die UNESCO Stadt zu setzen. Irgendwie kann ich mich aber noch nicht so damit anfreunden. Ob es das graue, weder warm noch kalte Wetter ist, die 45’942 Touristen (hauptsächlich Asiaten), die vielen Souvenirshops oder der übernommene US Trend der unmöglichen Esskultur.
Die Stadt lässt sich irgendwie nicht in Worte fassen. Da sind die vielen graue Steingebäude und die unzähligen mit Blumen geschmückte Irish Pubs. Soll mal einer daraus schlau werden.







