Meine neue Nikon

So, ein Weilchen ist es her seit meinem letzten Post. Die Arbeit, der Freund und der neue Wohnort hatten mich fest im Griff in der Zwischenzeit. Soll nicht heissen, dass ich nicht trotzdem viele schöne neue Dinge erlebte in der Zwischenzeit.

Nach einigen Ausdrücken des Unmuts darüber, dass es so still geworden ist auf meinem Blog, hat mich heute mal wieder der Schreib- und Selbstdarstellungswahn gepackt, und so möchte ich euch natürlich meine Bilder und Erlebnisse der letzten paar Wochen nicht vorenthalten.

In der Zwischenzeit bin ich stolze Besitzerin einer Nikon Spiegelreflexkamera und lassen euch nun ein paar Shots, aufgenommen mit eben dieser, geniessen.

 

DSC_0025DSC_0023DSC_0048Savognin 2015/2016, Silvester

DSC_0089DSC_0086DSC_0070DSC_0069DSC_0066DSC_0064DSC_0060DSC_0058Schaffhausen City, 2016

Hotel Goldener Berg #Site Inspection #Oberlech am Arlberg

Kaum eine Woche zu Hause ging es bereits wieder los. Mit dem Auto von Schaffhausen über die Grenze nach Österreich, Pickerl gekauft und dem schönen Wetter entgegen gefahren. Diese Wochenende verbrachten wir in Oberlech im Hotel Goldener Berg. Für einmal geschäftlich! Ich durfte nämlich eines unserer wunderbare Häuser begutachten und kennenlernen.

Freitag haben wir uns frei genommen und flanierten somit bei strahlendem Sonnenschein bereits mittags auf der Terrasse des Hotels. Vollpension war gebucht und das Mittagessen bereits parat für uns. Spinatsalat mit frischen Feigen und Ziegenkäse.

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Danach gings ab zu Fuss bis zu den Gipslöchern. Eine Stunde gewandert und von der Sonne gezeichnet machten wir es uns gemütlich im Spa Bereich, wo ich noch ein Basenbad erleben durfte.

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Abends herrlich gegessen. 4 Gang GLYX Menu. Eine spezielle Ernährungsweise, welche in diesem Hotel gross geschrieben wird.

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Am Samstag standen für mich zuerst ein paar Termine an, bevor es dann mittags nach Manuel’s Bike Tour wieder in die Natur ging. Da das Hotel bereits auf 1700 Meter liegt, brauchten wir dazu keine Bergbahn. Die hatten ihren Dienst zur Zeit sowieso eingestellt. Das Abendprogramm dann wieder mit Spa und feinstem Gourmet Menu.

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Sonntags dann nochmals ausgiebig Frühstücken und das letzte Mal im Whirpool baden. Der Herbst hat definitiv Einzug gehalten und bot uns wunderbare Fotomotive.

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Kroatien Reisebericht

Schon wieder eine Destination auf der “To See Liste” abgestrichen. Kroatien war schon lange ein Ferienziel. Für uns beide.

Auf guten Rat hin, haben wir uns entschieden für einmal ganz gemütliche Ferien zu machen und uns in Split eine Wohnung am Meer zu nehmen (über Airbnb). Dies hat sich als super Idee herausgestellt und wir haben eine Woche lang in der Sonne gelegen, uns den Bauch vollgeschlagen und Mastermind bis zum Verrücktwerden gespielt. (Verrückt im wörtlichen Sinne, hier am Beispiel gezeigt von Manuel 🙂 )

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Angekommen sind wir am Freitagabend in Zagreb, wo wir uns das Taxi direkt zum Hotel gönnten. Am nächsten Morgen schon ging es mit dem halbfunktionierenden Fahrgestell ‘gen Süden. 5 Minuten nach Abfahrt stieg bereits das GPS aus und liess sich trotz grossen Bemühungen nicht mehr aufladen. Aber aus einem Grund hat man ja eine Strassenkarte dabei, wenn auch die Ortschaft darauf meinerseits erst entdeckt wurde, als wir schon lange da waren. Jänu, hauptsache gefunden und Strassenschilder lesen können wir auch ohne nervige Stimme. Erster Halt waren die Plitvicer Seen im gleichnamigen Nationalpark. Da haben wir die vielen kleinen Seen bestaunt und sind an Wasserfällen vorbei, über kleine Brücken und Stege gewandert.

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Da die Zeit etwas drängte ging es danach zügig weiter bis Split. Ohne GPS versteht sich. Und ohne Karte. An einer Tankstelle WIFI angezapft, konnten wir dann auch die genaue Adresse des Apartments ausfindig machen und wurden da am Abend von Anamarija und ihrer Mutter freundlich empfangen. Die Wohnung war genau nach unserem Geschmack, gemütlich und reichlich Platz für unsere Brettspiele, welche 98% unseres Koffervolumen ausmachten.

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Am Sonntag hiess es dann ein bisschen Pflotschen (dieses Wort wurde wohl von meiner Familie erfunden, da im Duden tatsächlich nicht auffindbar), sprich gemütliches Nichtsmachen. Am Strand gelegen, Bücher verschlungen, gebadet, bei Sonnenuntergang ein Bier getrunken und am Abend zuhause Spaghetti gekocht. Und zwar mit dieser Aussicht:

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Am Montag dann erst mal Auto umtauschen. Da sich der 2. Gang während der Fahrt irgendwie verflüchtigte und auch der Mann von der Autovermietung anmerkte “this car has a non existing 2nd gear” erklärte sich dann auch das GPS Malheur, da schlichtweg der Akku nicht funktionierte. Am Flughafen wurde das Fahrtgestell in ein anderes umgetauscht und das Fährtchen konnte weitergehen. Am späteren Nachmittag genossen wir die schöne Stadt Split, welche gerade mal 10 Autominuten und 40 Minuten am Strand entlang gehen von unserer Wohnung entfernt lag.

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Auf dem Hausberg Marjan erlebten wir den windigen Sonnenuntergang und konnten uns die Augen der vielen Schiffe nicht satt sehen.

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Dienstag dann Tagesausflug nach Krka und Sibenik. Der Nationalpark hatte es in sich und wir bestaunten ein weiteres Mal Wasserfälle und stehende Fische im Wasser. Auch baden wäre da möglich gewesen, aber die herbstlichen Temperaturen waren schon auf ziemlichem Vormarsch, so dass wir es dabei beliessen.

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Sibenik:

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Mittwoch war ein weiterer “Dolce Far Niente” Tag am Strand und in Split.

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Donnerstag dann nochmals einen Ausflug und zwar auf die Insel Brac. Dafür nahmen wir die Fähre von Split und später ein Roller, der uns quer durch die Insel führte. Etwas verfahren haben wir uns dann natürlich noch, aber so haben wir bestimmt auch alle wichtigen Orte abgeklappert.

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Am Freitag stand vor allem Haare schneiden für Daniela auf dem Programm. Nach einer kurzen Suche, 15 Franken und ganz viel kroatischen Diskussionen später, waren die Haar ab. Manuel hat sich in der Zwischenzeit seiner zweiten Liebe, den grossen Schiffen gewidmet und wer möchte, darf gerne mal für die Ansicht der 2095643 Fotos vorbeikommen, die wir dabei gemacht haben.

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Samstags hiess es früh aufstehen, denn der Rückweg nach Zagreb stand bereits schon wieder an. Auto abgegeben, Entschädigungsgeld für nicht existierende Gänge zurückerhalten und ab gings in die Innenstadt. Unser Hotel direkt am Hauptplatz und somit top Ausgangspunkt für alle Sightseeing Touren. Diese liessen wir dann bleiben und gaben uns lieber einer weitere Runde Master Mind hin, wobei wir uns dann für ein saftiges Stück Fleisch noch in die Welt nach draussen wagten. Natürlich haben wir auch noch ein paar Sachen gesehen, wobei Zagreb sicher nicht zu den schönsten Städten auf Erden gehört. Abends hiess es dann wieder Abschiednehmen.

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Italien Roadtrip #Toskana #Siena

Nachdem wir noch einen Beachtag eingelegt haben, sind wir dann weitergezogen nach Siena. DIe Fahrt dahin war absolut traumhaft. Die Weiten der Toskana und die Sonnenblumenfelder haben uns total begeistert. Wir machten an mehreren Orten Halt und bestaunten die schöne Landschaft.

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Am Abend sind wir dann in Siena angekommen und es hat gerade noch für einen kleinen Stadtrundgang gereicht. Wir sind davor sowieso schon mit unserem Auto mitten in der Fussgängerzone gelandet, am Dom vorbei, den Menschenmengen, genervten Gesichtern und wütend dreinschauenden Polizisten. Ja hey, das Navi sagte es so 🙂

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Italien Roadtrip #Lucca #Pisa #Firenze

In Lucca blieben wir 4 Nächte. Das kleine Städtchen, umgeben von hohen Stadtmauern lud zum Verweilen ein. Dort haben wir fein gegessen, geshoppt und nahmen die gute Lage als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge. Zum Beispiel nach Pisa. Eine oberhässliche Stadt. Aber der schiefe Turm war natürlich einen Besuch wert.

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Am nächsten Tag dann ab ins heisse Florenz. Und zwar mit dem Zug. Wir wurden vorgewarnt, dass Florenz eine der heissesten Städte sei. Und tatsächlich, wir mussten uns von Eiskafe zu eisgekühlter Cola zu Gelati zu klimatisierten Läden schleppen. Der Besuch wars aber allemal Wert. Der Ponte Vecchio und auch der Aussichtspunkt bei wunderbarer Abendstimmung haben uns die vielen Schweisstropfen für einen Moment vergessen lassen. Wenn wir dafür auch einige Treppen hochsteigen mussten…

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Fast wären wir dann nicht mehr nach Lucca zurückgekommen, da so ziemlich alle Züge ausfielen. Informationen darüber gab es grundsätzlich keine. Wir haben uns bereits im florenzer Bahnhof übernachten sehen. Jedoch haben wir es dann doch noch zur späten Stunde nachhause geschafft.

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Italien Roadtrip #Bologna #CinqueTerre

Nach 3 Tagen Venedig haben wir uns das Auto geschnappt und sind auf die andere Seite des Landes gefahren. Dabei machten wir einen kurzen Stop in Bologna, wo wir zum zMittag, na was wohl, Spaghetti Bolognese gegessen haben. Ist ja wohl klar! Die Mittagshitze haben wir dann mit Shopping überbrückt und am Nachmittag gings weiter nach La Spezia.

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In La Spezia angekommen, kurz einchecken und mit dem Zug nach Manarola gefahren, wo wir die 2te der 5 Cinque Terre Städtchen bei Sonnenuntergang bestaunten. Wie auf einer Postkarte hats ausgesehen. Und unsere Melone und das wohlverdiente Glas Wein/Bier genossen wir mit einer herrlichen Aussicht. Am nächsten Tag fuhren wir dann mit dem Zug auch in die restlichen Dörfer, wobei dies eher nicht so lohnenswert war. Baden mussten wir dann eingequetsch von 1 Mio Italienern an der brütenden Hitze. Schnell im warmen Meer “abgekühlt” und zurück, wo wir weiter fuhren nach Lucca.

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Italien Roadtrip #Venedig #Burano #Murano

Hui, dieser Blog ist schon lange überfällig, sind wir doch schon seit 3 Wochen wieder zurück im Lande. Der Sommer, der Job und der Mann hatten mich aber fest im Griff die letzten Tage/Wochen und deshalb hier etwas verspätet unsere Impressionen von Venedig bis Rom.



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Angefangen hat die Reise in Venedig, wo wir hingeflogen sind und uns relativ (im Vergleich zu später) angenehme Temperaturen erwarteten. Die Stadt hat uns gleich in ihren Bann gezogen und das obwohl wir so viel Negatives über die Stadt auf dem Wasser gehört haben. 3 Tage haben wir uns durch die engen Gässchen geschlängelt, haben Gelati geschleckt und feine Salami gegessen, Stunden auf dem Bootstaxi verbracht und mit dem Touristenstrom mitgeschwommen.




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Latvia #Ocean

Heute gemütlich ausgeschlafen und gefrühstückt, bevor wir das ganze Zeug wieder ins Auto packten und ans Meer fuhren. Gebadet, gut gegessen und etwas müde sind wir abends wieder in Riga angekommen, wo wir uns von Anna und Jan verabschiedet haben. Schön wars.

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Latvia #Līgo

Heute, Sonntag, war ein ganz spezieller Tag. Denn am 21. Juni wird die offizielle Sonnenwende gefeiert. Das Fest findet einerseits am längsten Tag des Jahres statt andererseits zusätzlich von der Nacht am 23. Juni auf den 24. Juni. Diese Tage gelten bei den skandinavischen Ländern generell als Feiertage und die Stadt Riga ist zu dieser Zeit fast komplett ausgestorben und nur von Touristen belegt. Die Letten fahren hinaus aufs Land, besuchen Familien und feiern das traditionelle Fest mit Freunden und Verwandten.

Wir hatten das Glück an eines der offiziellen Jani Feste am 21. Juni eingeladen zu sein. Anna holte uns nach dem Aufstehen am Morgen ab und nahm uns zu sich nachhause wo wir von ihrer Mama mit Pfannkuchen zum Frühstück empfangen wurden. Das Haus ist sehr klein und renovierungsbedürftig. Anna und ihr Bruder erzählten uns wie dazumal die Grosseltern Geld hatten und gerne in ein Haus investieren wollten, jedoch nur dieses Haus zur Verfügung stand. Mit der Mama von Anna konnten wir uns nur mit Händen und Füssen verständigen, da diese weder Englisch noch Deutsch konnte. Anna und Jan (der ebenfalls schon ziemlich gut lettisch spricht) haben sich Mühe gegeben alles zu übersetzen.

Das Auto vollgepackt mit Decken, Trachten, Jacken und Schnur (komme ich später dazu) gings los in Richtung Norden. Wir wurden von Annas Freunde in das Landhaus der Eltern eingeladen. Auf dem Weg dahin besuchten wir das bekannte geschichtsträchtige Schloss.

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Nach ein paar Telefonaten mit Christa, die wir besuchten, haben wir kurz vor dem Ziel gestoppt und unsere ersten Blumen für den Kranz gepflückt. Denn Daniela wollte ja unbedingt Margarethen im drin haben. Später sollte ich erfahren, dass Frauen mit weissen Blumen im Kranz als faul gelten, da diese überall zu finden seien. Anyways…

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Im Landhaus erwartet uns eine wunderschöne Landschaft und ein einsames Haus, welches ziemlich alt uns sehr einfach ausgestattet war. Das Plumsklo haben wir definitiv nicht vermisst bis heute.

Die Elteren von Christa fahren da jedes Wochenende hin und pflegen den Garten und die 7 Bienenstöcke. Schnell die letzten Blumen gepflückt und zusammen mit den anderen die Kränze gefertigt. Gar nicht so einfach das Ganze. Mit Schnur kann man die Blumen dann aber einfacher befestigen und somit entsteht ein wunderschöner Blumenkranz.

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Alle die Jani/s heissen müssen übrigens einen Kranz aus Eichenblätter tragen.

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Nach einem feinen Essen mit vielen selbstgemachten Gebäcken und Salaten gings bei strömendem Regen und dick eingepackt los.

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Nach einer weitere Stunde Fahrt waren wir endlich da. Am Berg, laut den Letten. Am Hügeli, laut den Schweizern. Das Ziel war natürlich die Spitze des Berges, denn da sollte das Feuer angezündet werden. Doch nicht so schnell. Alle 34 schichten angezogen, Regenponjo und Blumenkranz aufgesetzt, gings los. Den Spitz des Berges war von unten gut zu erkennen. Der Aufstieg kein Problem. Aber da erwartete uns das erste mit wenigen Blumen geschmückte Tor.

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Und dann hiess es 7 Mal um den Hügel laufen. 5km rundherum, 7 Ttore die einem erwartete bis man endlich nach über einer Stunde silent walk, ganz für sich alleine, oben ankam.

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Der Weg war matschig, denn es regnete in strömen und alle Leute die es bereit bis oben geschafft hatten, zeichneten den schmalen Weg.
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Los gings also. Das Ziel; bei jeder Umdrehung des Hügels sollte man eine Blume pflücken, die man dann beim Tor einsteckte. Beim ersten Tor entfernte ich eine Blume aus meinem Kranz die mir nervig ins Gesicht hing und dann gings los auf die erste Umdrehung. Wir liefen hintereinander, ein paar schwatzen leise, Jan zog ziemlich bald alleine davon. Der Weg war mühsam zu bestreiten. Immer wieder rutschte ich in meinen Gummistiefeln im Matsch aus. Schnell wurde mir warm und ich überlegte mir die ganze Zeit ob ich nicht einfach die Abkürzung nach oben nehmen sollte. Nach ein paar Minuten pflückte ich meine Blume. Ich suchte mir eine schöne grosse Weisse aus und nahm sie unter meinem Regenponjo. Je länger ich aber lief, und der erste Weg war logischerweise der Längste, desto belastender empfand ich die Blume. Sie wurde lästig, weil ich keine Hand mer frei hatte um mich auszubalancieren, denn in der anderen Hand hielt ich eine warme Decke. Dann war da noch so ein nerviger Falter auf der Blume, der sich unter meinem Ponjo verfing und Steffi musste mir helfen diesen zu entfernen. Endlich beim zweiten Tor angekommen, konnte ich die Blume hinlegen. Ich entschied die Blume als unnötigen Balast in meinem Leben zu sehen, den man sich selber aussucht, vielleicht schön aussieht und mit dem man sich vor anderen rühmen kann, jedoch mit der Zeit ziemlich belastend werden kann. Beim nächsten Weg pflückte ich meine Blume erst kurz vor Schluss und war sie dementsprechend auch schnell wieder los.
Jeder ging sein eigenes Tempo und somit gab es Raum für eigene Gedanken. Die Letten nehmen diesen Weg zur Gehmeditation, bei der sie bei jedem Schritt worte denken, die einem gerade in denn Sinn kommen.
Nach über einer Stunde, um ca 23 Uhr befand ich mich auf Weg Nummer 6 und sah wie das Feuer anfing zu brennen und hörte leise Gesänge aus der selben Richtung. Die letzten Meter waren kein Problem mehr, denn ich freute mich riesig auf das was kommen würde. Jan war bereits im tanzenden Kreis integriert und ich reihte mich ebenfalls ein bis die anderen kamen. Es war mittlerweile fast dunkel. So tanzten und sangen wir in die Nacht hinein. Sie sangen von Blumen, guter Ernte und Familienzusammenhalt. Sie verabschiedeten die Sonne und somit den ersten Teil des Jahres. Zwischendurch wurden 8 weitere kleine Feuer ums grosse Feuer angezündet, wo die ganze Masse jeweils singend mitging.
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Etwas später wurde dann ein brennenden Strohrad den Berg hinunter gestossen. Danach gings den Hügel hinunter auf einen kleinen Fussmarsch zum See, wo die Männer mit den Fackeln ein Floss mit brennendem Stroh in den See stiessen. Diese zogen sich dann auch gleich aus und begleiteten das Floss bis in die Mitte des Sees. Die Frauen waren etwas später dran. Wir verzichteten übrigens und nahmen den Rückweg als Möglichkeit heimzufahren, denn wir hatten noch eine lange Heimreise vor uns und das im Dunkeln. Um 3 Uhr lagen wir dann völlig übermüdet im Bett und es war dann auch egal, dass in unserem Zimmer 20 Mücken und 10 Spinnen herumschwirrten.